
Die Beteiligung an der MPC Bioenergie Brasilien GmbH & Co. KG ermöglicht deutschen Anlegern, langfristig in ein Biomasse-Kraftwerk in Brasilien zu investieren, das mittels Verbrennung von Reishülsen Strom erzeugt. Das Biomasse-Kraftwerk hat eine vertraglich garantierte elektrische Brutto-Spitzenleistung von 12,3 Megawatt (MW). Die jährliche Strommenge entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 41.000 brasilianischen Durchschnittshaushalten.
Die Anleger profitieren primär von den Einnahmen aus dem Verkauf des erzeugten Stroms – die erste Einnahmequelle der Fondsgesellschaft. Dieser ist in Brasilien konkurrenzfähig zum konventionell erzeugten Strom. Regenerativ erzeugter Strom wird durch die Halbierung der Stromleitungsgebühr, welche der Stromkunde zu zahlen hat, gefördert. Zudem spricht für das Investitionskonzept, dass der Strombedarf in Südbrasilien schneller wächst als der Zubau neuer Kraftwerke.
Die zweite Einnahmequelle der Fondsgesellschaft ergibt sich aus dem CO2-Emissionshandel. Hierfür sollen dem Kraftwerk CO2-Zertifikate von der UNF CCC (United Nations Framework Convention on Climate Change) dafür zugesprochen werden, dass der Strom durch den Einsatz von Biomasse weitgehend CO2-neutral erzeugt wird sowie klimaschädliche Methan-Emissionen vermeidet, die normalerweise bei der Deponierung und dem damit zusammenhängenden organischen Abbau der Reishülsen entstehen. Die zugesprochenen CO2-Zertifikate, sogenannte Carbon Credits, werden auf internationalen Handelsplattformen (wie z.B. auf der European
Energy Exchange) veräußert.
Die dritte Einnahmequelle ergibt sich aus dem Verkauf der Reishülsenasche, die durch die Verbrennung der Reishülsen entsteht. Sie kann als Füllstoff in der Gummi- und Betonerzeugungsindustrie sowie als Zuschlagstoff für Kunststoffprodukte in der Automobil-Zulieferer-Industrie verwendet werden.
Mit dem Bau des Biomasse-Kraftwerks wurde bereits begonnen. Am 13. Juni 2010 hat das AREVA-Konsortium darüber informiert, dass sich die für den 30. Juni 2010 geplante Fertigstellung des Kraftwerks um mehrere Monate verschieben wird. Nach aktueller überarbeiteter Planung geht AREVA von der Fertigstellung voraussichtlich
zum 30. September 2010 aus.
Der Anleger beteiligt sich als Kommanditist oder Treugeber an der MPC Bioenergie Brasilien GmbH & Co. KG. Die Gesellschaft investiert direkt in die brasilianische Projektgesellschaft UTE São Borja Geradora de Energia Elétrica S. A., die das im Bau befindliche Biomasse-Kraftwerk erworben hat.
Die Fondsgesellschaft läuft bis zum 31. Dezember 2026. Die Wirtschaftlichkeitsrechnung geht von einer Fondslaufzeit von knapp 17,5 Jahren aus.
Einzahlung / Ausschüttung / Verkauf: Einzahlung:
Die Einzahlung der Zeichnungssumme erfolgt in zwei Raten.
Die erste Rate in Höhe von 30% der Zeichnungssumme zzgl. Agio auf die volle Zeichnungssumme ist nach Annahme der Beitrittserklärung und nach Aufforderung durch die TVP zu leisten.
Die zweite Rate in Höhe von 70% ist zum 31.05.2010 zu erbringen.
Die Mindestbeteiligungssumme beträgt EUR 10.000.
Ausschüttung:
Ca. 9% p.a. anfängliche Auszahlungen ab 2012 für 2011, steigend auf 20% über die prognostizierte Fondslaufzeit. Die Gesamtauszahlung beträgt ca. 220,3% bezogen auf das Eigenkapital inklusive Agio und nach deutschen Steuern. Die Auszahlungen erfolgen jeweils einmal pro Kalenderjahr im Juli für das vorangegangene Kalenderjahr, beginnend im Juli 2012 für das Jahr 2011.
Verkauf:
Es wurde ein Veräußerungserlös in Höhe von EUR 15,2 Mio., dies entspricht dem rund 1,5-fachen der prognostizierten Stromeinnahmen im Jahr 2026, unterstellt. Zusätzlich wird der Abzug von 15% Quellensteuer berücksichtigt. Der Netto-Veräußerungspreis beträgt demnach EUR 12,9 Mio.
Steuerliche Ergebnisse/ Konzeption: Die brasilianische Projektgesellschaft unterliegt in Brasilien mit ihren Einkünften aus dem Betrieb des Biomasse-Kraftwerks der Körperschaftsteuer und anderen Steuern. Konzeptionsgemäß zahlt die brasilianische Projektgesellschaft an die deutsche Fondsgesellschaft Zinsen und Tilgung für ein Gesellschafterdarlehen und Dividenden. Während Dividenden in Brasilien keiner Besteuerung unterliegen, erhebt Brasilien auf Zinsen eine Quellensteuer in Höhe von 15%.
Beim Anleger führen die Zinsen und Dividenden zu Einkünften aus Kapitalvermögen. Die Tätigkeit der Fondsgesellschaft beschränkt sich auf den Erwerb, das Halten und das Verwalten des Anteils an der brasilianischen Projektgesellschaft sowie deren Finanzierung, sodass die Fondsgesellschaft ausschließlich vermögensverwaltend tätig ist. Auch eine gewerbliche Prägung der Fondsgesellschaft ist nicht gegeben.
Finanzierung: Das geplante Gesamtinvestitionsvolumen beträgt EUR 28.003.000 (exkl. Agio) und soll zu 100% aus Eigenkapital finanziert werden.